TICKER:
18:54: Die ersten Menschen treffen bei der U6 Station Gumpendorferstraße ein, noch kein Stress seitens der Polizei
19:00: Es werden immer mehr Menschen beim Demo Treffpunkt. Es gibt Berichte von einer Polizeisperre an der Ecke Wallgasse.
19:09: Bereits über 100 Menschen beim Demotreffpunkt. Transpis werden ausgepackt, bis zum Start der Demo wird es aber noch ein bisschen dauern.
19:16: Die Demo wächst rasch.
Mit unermüdlicher Stetigkeit versucht die Politik alle Jahre wieder, mehr Einfluss auf die Universitäten zu nehmen bzw. die Autonomie immer weiter zu untergraben und Gelder zu kürzen. Die Studierenden werden dabei kaum berücksichtigt, und so sehen die als einzige Chance, Gehör zu finden oft nur den Protest...
Wie an jedem Freitag, den 13., diesem Feiertag der an den Rand Gedrängten, Rausgedrängten, Marginalisierten, Präkarisierten, Illegalisierten und damit Solidarisierten, fand auch am 13. November wieder ein Aktionstag statt - diesmal mit Walzmob im Karlsplatz-Rundeau zum dort leider so gut wie nicht empfangbaren Donauwalzer auf ORANGE 94.0, Bettelaktionen, Konzerten und Festen. Am Abend erblickten die ersten wirklich straßentauglichen Einkaufswagerln das düstere Licht der Weltöffentlichkeit.
Insbesondere sollte mit diesem F13 auf die fortschreitende Ausgrenzung «arbeitsuntauglicher» Menschen und speziell auf die Verschärfung der Bettlerverordnungen sowie die Bettlerrazzien der Polizei aufmerksam gemacht werden. Die Wiener Straßenzeitung Augustin ist der Initiator dieses Aktionstags, der durch die Beteilungen vieler anderen Initiativen aus dem sozialen und künstlerischen Bereich zu einem urbanen Wiener Volksbrauch tendiere, hieß es in einem Aufruf auf f13.at.
Außerdem demonstrierte an diesem Freitag, den 13. auch die “Libertäre Initiative Sozial Arbeitender” zusammen mit anderen Gruppen gegen den laufenden Sozialabbau im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise.
Mehr Informationen:
http://f13.at
http://lisasyndikat.wordpress.com
So lange andauernd und so über alle Grenzen geschwappt waren Bildungsproteste in Wien noch nie. Mittlerweile sind in ganz Europa Universitäten besetzt. In Deutschland demonstrierten am Aktionstag laut bildungsstreik.net insgesamt 85.000 Personen.
In Österreich standen mittlerweile vier Wochen nachdem die europaweite Bildungsprotestwelle am Schillerplatz ihren Ausgang genommen hatte, eher dezentrale Aktionen und Institutsversammlungen am Programm. Eine Kundgebung von “Squatting Teachers” und Studierenden vor dem Haus der Industrie wirkte im Gegensatz zu den Demonstrationen der vergangenen Wochen eher bescheiden. Lediglich 1200 bis 1500 Personen waren gekommen.
nach der korruptionswahrnehmungsindex 2009 der internationalen anti-korruptions-ngo transparency international zeigt, dass korruption in oesterreich international zunehmend kritischer gesehen wird.
die reihenfolge der beitraege:
1. rzeszut
2. sickinger
3. fiedler
es hat den anschein, als ob die bundesregierung grossen wert auf mehr korruption im lande legt, da sie bestehende gesetze verschlechterte um ein mehr an korruption zuzulassen.
leider habe ich nur die vorstellung der studie durch minister hundsdorfer. auf grund von technischen problemen ist der beitrag von mag. alois guger, der auch die projektleitung innehatte, nicht vorhanden.
am band 1 haben - alois guger (projektleitung), martina agwi, adolf buxbaum, eva festl, kaehte knittner, verena halsmayer, simon sturn und michael wuerger - mitgearbeitet.
siehe auch:
interview mit minister hundsdorfer:
Zum Start des Internationalen Aktionstages für Bildung befestigten StudentInnen um 4 Uhr früh einen 17 x 1,5 Meter Banner auf der Grazer „Freiheitsstatue“ bei der Oper. Die rund 40 Meter hohe Statue „Lichtschwert“ von Hartmut Skerbisch ist ein Wahrzeichen für Freiheit und Gleichberechtigung, die StudentInnen wollen mit der „Bildungskrawatte“ für die Freiheitsstatue auf das Recht auf freie Bildung aufmerksam machen.
Leider finden sich beim verlinkten Beitrag außer einem Foto nur Links zu Berichten in kommerziellen Medien. Aber vielleicht kommt ja noch was ...?
08.11.2009 - "Über Marx hinaus". Die Herausgeber und Autoren Karl-Heinz Roth und Max Henninger stellen im Berliner Mehringhof das gleichnamige Buch vor. Es ist eine Sammlung mehr oder weniger heterodoxer marxistischer Positionen, die Leerstellen und Fehler im Marx'schen Torso aufnehmen und daran anknüpfend neue Positionen entwickeln. Im Zentrum steht das Bemühen um die Neubewertung der Arbeit. Sie ist einerseits der Subsumtion unter das Kapital unterworfen (und somit Wert), andereseits Auflehnung gegen das Kapital (Nichtwert).
Worldwide protests climax to global campaign day on Tuesday 11/17/09.
Austrian universities remain occupied. Protests continue to gain support.
Demands are being carried on to Parliament and Vienna Burgtheater.
Global campaign against the sell-out of education
Tuesday the 17.11.09 the world wide protest wave is due to climax under the motto “Education is not for sale!” in form of a campaign day reaching across more than 30 nations.
Genau 10 Jahre nach den, für die globalisierungskritische Bewegung, sehr erfolgreichen Protesten an der WTO- Konferenz in Seattle, findet nun vom 30. November bis 2. Dezember 2009 die WTO-Ministerkonferenz in Genf statt.
Die Vorzeichen und die Lage sind natürlich nicht zu vergleichen mit denen von 10 Jahren. Doch auch die WTO- Konferenz in Genf enthält einiges an Potenzial für erfolgreiche Proteste seitens der globalisierungskritischen Strömungen.