Aufruf zum Antikapitalistischen Block
Am 6. November werden sich wieder tausende von Studierenden auf Österreichs Straßen tummeln, um gegen die Verschlechterung der Studienbedingungen zu demonstrieren. Von zentraler Bedeutung für dieses Vorhaben erscheint dabei die „Verteidigung der Bildung“ gegen diejenigen, die es tatsächlich wagen, eben diese zu entdemokratisieren, zu Grabe zu tragen, zur Ware zu machen, zu ökonomisieren oder sonstige Schweinereien damit anzustellen.
Die Impfkampagne läuft auf Hochtouren. Risikogruppen werden im ganzen Bundesgebiet mit Pandremix geimpft. Nach dem es in Schweden nach der Impfung zu einzelnen mysteriösen Todesfällen kam, gibt es nun auch den ersten Fall mit lebensgefährlichen Impfkomplikationen aus Deutschland. Impfexperten gehen davon aus, dass die Meldungen über Nebenwirkungen in den nächsten Wochen noch zunehmen werden.
Presseaussendung 2/11/2009
Besetzungen in allen Universitätsstädten seit zwei Wochen – Lehrende solidarisieren sich – 34 Millionen des Ministers unzureichend
Seit zwei Wochen wehren sich Tausende Studierende an österreichischen Universitäten gegen die aktuelle Bildungsmisere.
Seit 6 Tagen brennt es auch in Salzburg.
Am Vormittag des 26. 10 wurde der „Welcome Day für Erstsemestrige“ im Audimax der NaWi von Aktivist_innen gesprengt. Die anwesende Landeshauptfrau sowie der Bürgermeister der Stadt, beide SPÖ, konnten es sich nicht verkneifen Verständnis und Sympathie für den Protest zu zeigen. Am Nachmittag folgten mehrere Hundert dem Aufruf zu einer Demonstration durch die Innenstadt. Im Anschluss daran besetzten (laut Salzburger Nachrichten) rund „400 Studenten“ den Hörsaal 381 der GesWi, wobei das meiner Meinung nach nicht stimmt. Es waren natürlich auch zahlreiche Studentinnen an der Aktion beteiligt. Genauso schlossen sich von Anfang an Menschen aus anderen gesellschaftlichen Gruppen solidarisch der Besetzung an.
Wie Ihr sicher schon vernommen habt, befinden sich in diesem Moment alle
Universitäten Österreichs im Ausnahmezustand. Von Wien ausgehend wurden Hörsäle der Universitäten in Salzburg, Linz, Graz, Klagenfurt und
Innsbruck befreit!
Mehrheit der Österreichischen Universitäten weiterhin besetzt! Eine Chronologie der landesweiten Protestbewegung.
In den letzten Jahren verschärfte sich die Situation auf Österreichs Universitäten immer weiter: Studiengebühren wurden eingeführt, die Universitäten entdemokratisiert, Seminarplätze sind seit Jahren Mangelware. Diese Probleme sind nicht zuletzt auf krasse Unterfinanzierung sowie eine überhastete Einführung des auf den Bolognaprozess zurückzuführenden dreigliedrigen Studiensystems zurückzuführen.
Austrian students squat universities! Mass-demonstrations and broad solidarity throughout the country.
Throughout the last years studying conditions at Austrian universities have dramatically declined. The introduction of tuition fees, a massive cutback of democratic structures and the lack of course availability are only some examples for that development. Reasons for that process can be found in the huge decline of university funding on one hand and the introduction of the three level “Bologna” system on the other hand.
Vienna – The Students Revolt in Austria which began last week with the occupation of the Vienna School of Art and spread wildly over the whole country entered today its 10th Day.
Statement gesamtgesellschaftliche Einbettung und Forderungen
gemeinsam verfasst mit basisdemokratischer Zustimmung
von Lehrenden und Student_innen der Universität Wien
und der Akademie der bildenden Künste Wien am 27.Oktober 2009.
(im Rahmen der Bildungsproteste in Wien 2009)
„preguntando caminamos“
„fragend schreiten wir voran“
(zapatistisches Motto)
Massenbewegung (aus der grössten schweizer Tageszeitung):
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Unsere-Forderungen-sind-nicht-verhandelbar/story/10816698