Medienaktivismus

gepostet am 16. Dezember 2007 - 18:59

Indymedia versteht sich als eine Plattform für Medienaktivismus.

Medienaktivismus ist Teil des Lebens und bedeutet durch Veröffentlichung Teil der Aktion selbst zu sein. Ein Indyartikel ist für sich eine Aktion, die Verhältnisse thematisert, angreift und zu neuen Perspektiven anregen kann. Es ist uns auch wichtig, direkt von Aktionen zu berichten, um den Mainstream Medien etwas entgegen zu setzen und abseits von Tagespolitik und Prominenzen eine vor allem unabhängige Berichterstattung bereitzustellen. Niemand braucht eine spezielle Ausbildung oder ein Studium, um MedienaktivistIn zu sein.

Es ist uns bewusst, dass es keine objektive Berichterstattung gibt, wie uns bürgerliche Medien oft weismachen wollen. Doch auf Indymedia gibt es die Möglichkeit, dass verschiedene Leute ihre Erfahrungen und Meinungen aus unterschiedlichen Perspektiven der Aktion darstellen können. Medienaktivismus ist kein statisches Spiegelbild von Aktion, sondern ist selbst Aktion. Dadurch werden Inhalte und Geschehnisse vermittelt sowie Erfahrungen und Meinungen weitergegeben. Medienaktivismus bedeutet auch, Teile des Lebens durch Medien wie Text oder Bilder und Videos für andere bereitzustellen und somit öffentlich zu machen.

Medienaktivismus trägt auch zur Vernetzung bei. Neue Ideen entstehen und helfen, uns über Strategien und Perspektiven auszutauschen.
Sei vorsichtig mit Informationen, die Leuten schaden können, wie erkenntliche Gesichter auf Fotos oder Namen.
Es geht nicht darum, sich an Sensation oder Gewalt zu ergötzen, sondern um die Weitergabe von Informationen an alle. Um Berichterstattung frei von staatlicher Zensur zu ermöglichen, sorgt Indymedia für die höchstmögliche Anonymität für MedienaktivistInnen. Darum sind wir auf verantwortungsvollen Umgang mit Veröffentlichungen angewiesen.