at.imc nimmt Abschied

gepostet am 19. Juni 2012 - 21:59 zuletzt angepasst am 21. Juni 2012 - 22:16

Beim Indymedia Treffen am 19.6.2012 wurde beschlossen, mit 30.6.2012 die Plattform at.indymedia.org abzuschalten und das Projekt einzustellen. Eine ausführliche Erklärung wieso wir zu dieser Entscheidung gekommen sind, werden wir bis dahin formulieren. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass es eine offene und unabhänige Medienberichterstattungsplattform mit emanzipatorisch-politischer Ausrichtung gibt. Es ist schade und auch sehr problematisch, wenn es keine solchen Plattformen mehr gibt. Wir hoffen allerdings, dass sich Energien, Motivationen und Menschen für neue derartige Projekte finden.

Ergänzungen

Richtige Entscheidung. Neue Vorgehensweise von nöten.

die Entscheidung ist richtig. Es kann jedenfalls nicht sein, dass frau*man einmal im Jahr das Projekt abschaltet dann wieder einen Reboot in Gang setzt. Irgendwann muss frau* schliesslich akzeptieren, dass es ein Grundsätzliches Problem gibt, dass Indy in dieser Form seinen eigenen Grundsätzen nicht gerecht werden kann. Es stellt sich nicht die Frage ob Indy oder nicht, sondern WIE das Internet zur Gegen- und Alternativinforamtion genutzt werden kann - und zwar so, dass die Art und Weise, wie die Information verbreitet wird, bereits die Alternative anzeigt. Es stellt sich in diesem Zusammenahng überhaupt die Frage, wie das Internet (jenseits vom gläserenen Menschen ala Facebook) subversiv genutzt werden kann - oder ob frau* das Internet (bis auf das Minimum) verweigern sollte, um sich wieder dem Unmittelbaren zuzuwenden... 

Herzlichen Dank an alle, die über die Jahre at.indy waren. Und nun:

Lasst die Zukunft ankommen!

indy ende

als jemand, der seit 2001 immer wieder auf indy.at veröffentlicht, bedauere ich das ende des projektes. es ist mir allerdings nicht wirklich unverständlich, dass sich immer weniger menschen zu dem projekt bekennen. das mit dem sogenannten moderieren (wurde auch immer öfter als zensur wahrgenommen) funktionierte nicht wirklich, da sehr oft die privaten meinungen der moderatorInnen überwogen und die moderationskriterien sehr unterschiedlich - aber immer gegen die autorInnen - angewandt wurden, schwand bei vielen die bereitschaft an dem projekt weiter mitzuarbeiten.

wenn wir imstande wären, das demokratische verständnis, welches wir von anderen fordern, auch selbst anderen entgegenzubringen, könnte indy.at doch noch überleben.

Du weißt die Moderation

läuft über eine öffentliche Liste.

Warum wird dann nicht auf diese Liste geschrieben, wenn Zensur stattfindet?

Kommt mir eher nach einer anonymen Kampagne (von wem auch immer) vor....

lg, einer von den Bobos

das ist auch SO typisch von

das ist auch SO typisch von der Indymedia-AT-Moderation: Widerspruch von verschiedenen Personen wird nie als mehrstimmige kritik wahrgenommen sondern reflexartig als "kampagne" einer einzelnen person dargestellt und auf diese weise bequem abgewehrt. ich bin nicht die person, die das oben stehende kommentar verfasst hat - aber in eurer wahrnehmung werd ich wohl als der/dieselbe gelten - ihr könnt einfach nicht mit anderen meinungen umgehen, das zeigt sich hier leider schon wieder ...

Danke

Das ist sehr schade zu lesen, aber ihr werdet eure Gründe haben. Danke für euer Engagement!

fa

es ist zwar schade aber at.indy löscht jeden Kritischen Kommentar!! also ist es egal ob es weitergeführt wird oder nicht!! Zensur gibt es nur ??? das weiß jeder.. cheers vl werden sich andere leute finden die so etwas ähnliches machen

indymedia löscht kaum

informier dich und lern gendern!

 

https://at.indymedia.org/hidden

ja, einfach immer bequem

ja, einfach immer bequem eine/n nach der/dem anderen "abwehren" - ihr findet immer einen grund, andere menschen nicht ernst zu nehmen! und bevor ihr wieder mit "kampagnen"-theorien aufwartet, um euch nicht mit kritik beschäftigen zu müssen - ja, ich hab vor 3 minuten auch gerade ein kommentar geschrieben - das ist also mein zweites - nicht mehr und nicht weniger. kommt damit klar ;)

NEIN!   Es ist eure

NEIN!

 

Es ist eure revolutionäre Pflicht weiterzumachen, kein Scheiß!

 

Außerdem wäre es vielleicht besser gewesen, einmal eine Sommerpause zu machen,

und dann im Herbst nochmal zu schauen, wie es mit der Motivation ausschaut.

Im Sommer ist traditionell eh nicht viel los, weil ja alle nach Mallorca und Tunesien fliegen,

bzw. Zapatourismus machen und No-Border-Netzwerken müssen..

fühle mich im stich gelassen..

...

tun wir das nicht alle?

vielleicht gehts ja den leuten die indy schmeissen ähnlich? wenn alles gut laufen würde, würden sies ja wohl nicht abdrehen. und es gab ja in der vergangenheit auch schon öfter mal phasen wo das projekt kurz vorm ende war. ich finds sehr schade, aber wundern tuts mich auch nicht. naja, warten wir mal auf den text, dann wissen wir ja mehr.

ich denke die meinsten wissen einfach nicht

wie viel arbeit ein projekt wie at.imc bedeutet.

danke für über ein jahrzehnt diy berichterstattung.

Scheiße! Ich bin sehr

Scheiße!

Ich bin sehr gespannt auf den Text und ob (und wenn ja unter welchen Umständen) es noch eine Chance gibt das Projekt neuzustarten.

Danke für alles auf jeden Fall.

Indymedia ist toll und eigentlich wichtig.