Krawall für das Leben!

gepostet am 5. Juni 2012 - 12:41 von Anarchist_innen

Ein Flugblatt nach den Ereignissen am 2. Juni in Hamburg (gelayoutet als download).

Wenn Neonazis oder andere Faschist_innen  öffentlich auftreten oder demonstrieren, ist das immer auch ein willkommener Anlass für die Politik, die Machthabenden, ihre Anhänger_innen und Unterstützer_innen, so ein Event zu nutzen, um ihre ach so tolerante, weltoffene, antirassistische und antifaschistische Moral zu feiern. Fernab von der alltäglichen Realität die sie schaffen, in der Migrant_innen ausgebeutet, verfolgt und abgeschoben werden, in der Nationalismus, Patriotismus und Angst geschürt werden, in der Kontrolle und Fremdbestimmung unsere Leben  beherrschen, können sich alle und vor allem der Staat und seine Schützer_innen in einem Schauspiel aus Empörung und Betroffenheit von ihrer kritischen und reflektierten Seite präsentieren und ihre Macht legitimieren.

Doch für einige ist ein Tag wie der 2. Juni in Hamburg, einer von vielen Neonazi-Aufmärschen in Deutschland, ein Augenblick zu zeigen, dass wir uns nicht nur den Faschist_innen in den Weg stellen, sondern, dass ein solcher Tag ein Moment der Revolte gegen diese Normalität sein muss. Für ein Leben in Freiheit stellen wir uns den Feinden dieser in den Weg und dies sind weitaus nicht nur die Neonazis. Das, was wir aus dem Grauen des Nationalsozialismus und weiterer Geschichte gelernt haben ist, dass es der Nationalismus und Patriotismus, Gehorsam und Disziplin, Militarismus und Autorität, also dass jegliche Herrschaft die Wurzel der Unterdrückung ist und diese müssen wir bekämpfen. Diese Mechanismen werden von jedem Staat, Teilen der Gesellschaft, wie auch von uns selbst durch unsere Sozialisation in uns getragen. Um  ein Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung zu erkämpfen und entstehen zu lassen, müssen wir neue Beziehungen, die auf Respekt, Solidarität und gegenseitiger Hilfe, statt auf Neid, Hass und Angst fern von Staaten und Nationen basieren, entwickeln.

Bereits in der Nacht zum 2. Juni ließen einige ihrer Wut freien Lauf und es verbrannten 11 Bullenwagen samt Ausrüstung. Im Laufe des Tages gab es unzählige brennende Barrikaden und Angriffe auf die Bullen und Faschist_innen. Aber auch ein Parteibüro der SPD wurde zerstört. Es war ein Tag voller Wutausbrüche und unkontrollierter Momente der Rebellion und es wird nicht der letzte gewesen sein.

Denn wir spucken auf eure Fahnen!

Die der Nationen, wie der Parteien!

Wir spucken auf eure Uniformen und auf eure falsche Freiheit!

 

Für eine

Revolte für die Freiheit!

 

Anarchist_innen

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Krawall für das Leben!
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