No, we are not post-gender!

gepostet am 28. Mai 2012 - 11:21 von Jackie Quing

Last week a blog post of the Communications of the ACM, written by Mark Guzdial asked the question “U.S. Women in Computing: Why Isn’t It Getting Better?“. His answer then was that it primarily might be due to computer scientists own neglect of gender issues. As this situation does not seem any different from the Austrian or many other contexts, I thought it is time for taking up the issue again. The most disturbing fact to me is, that despite the ever low ratio of women in computing (education and industry) most male computer scientists seem to think that there is no gender issue at all. This fits to the nerdy accounts of (especially, but not only) male computer scientists throughout very diverse settings, whether it is at the Pirates Party who think they are post-gender, or at the computer science faculties at the Viennese universities, or even in our own contexts – the /bin is of course not a place where we have already reflected upon all oppressive structures in society, but at least we try to make room for such discussions and reflections, and we try to give voice to those who think there is a problem instead of those who neglect problems because they don’t feel themselves affected.

So, in order to make room for more of such reflections, I want to invite all of you to join in diverse efforts to reflect on that and to establish more just practices in our daily lives, within and without the often fuzzy realms of computer science.

That it is possible is shown in several instances. The book “Unlocking the Clubhouse. Women in Computing” by Jane Margolis and Alan Fisher, which was cited in the blog entry of Mark Guzdial, gives some well elaborated impressions on that. If you are interested in that please write to bagru (ät) diebin.at, we might order it for our library then. A very practical guide comes out of the Linux community and may just as well be applied to many settings throughout computer science: HOWTO Encourage Women in Linux, written by Val Henson and many others presents some of the major problems many women* face when entering such techno-centric male-dominated domains like Linux or computer science. This is done not on some abstract theoretical level but by highlighting concrete situations that often drive women* out of the field. Another account on diverse inclusion strategies for the field of computer science is given by Vivian Annette Lagesen in her paper “The Strength of Numbers“, published 2007 in Social Studies of Science vol. 37 no. 1, which is available as full text on-line if you are using the network of the University of Vienna. If you do not get access you can just visit us in the /bin (next to HS 24 in the University of Vienna main building) and load the paper from there, or otherwise contact us digitally. Then of course, as Vivian Annette Lagesen also showed in another paper, just changing the ratio of women to men quantitatively does not solve all gender based issues. See therefore her paper “A Cyberfeminist Utopia? Perceptions of Gender and Computer Science among Malaysian Women Computer Science Students and Faculty“, published 2008 in Science, Technology & Human Values vol. 33 no. 1, also available in full text through the university network. In it she shows that even in those places where women make more then 51% of computer science faculty, there is still unequal distribution of power some dominant models and perceptions of what computer science is, should be about, and about how to apply it remain. But of course this is not any excuse for not trying to change the devastating situations we have here in and around Austria when it comes to quantitative inclusion. We only have to bear in mind that this is of course only one aspect of a broader struggle towards a socially responsible computer science and a more just society.

So, if you now are in the mood of discussing these issues with other interested people let us know at bagru (ät) diebin.at or write to me ( jackie (ät) diebin.at ). We might even work on a re on a new version of the self-organized seminar on “Computer Science & Sex/Gender”, which was held in 2009 and 2010, but so far only in German. I’d be glad to work on a revision of that course also in english, if there are some interested people out there. Meanwhile you can also take a look at the collection of papers, books and materials which we started for the course.

Ergänzungen

Vielleicht bin ich etwas zu

Vielleicht bin ich etwas zu blöd aber... wo genau liegt das Problem? Das weniger Frauen technische Berufe erlernen bzw Studienrichtungen einschlagen als es Männer tun? Falls es um Diskriminierung von Frauen die sich für soetwas entschieden haben geht tut mir dieser Beitrag leid und ich gebe mein volles mitgefühl, hab das nicht aus dem Text herausgelesen.

Mir kommt es so vor wie als würde der Fakt das weniger Frauen als Männer technische Berufe einschlagen als Sexismus angesehen... und das finde ich ein wenig komisch. Hat nicht jeder Mensch das Recht für sich zu entscheiden was er/sie will? Ganz egal wie nun die Geschlechterverteilung in diesem oder jenem Bereich ist? (PS: Wenn sich nun Menschen provoziert fühlen tut es mir leid, aber mich würde interessieren wieviele der Personen die sich aufregen selber Lust auf so eine Ausbildung haben...)

... oder zu halbherzig?

Findest du es nicht paradox dass du in einem Satz zuerst erwähnst dass es dir leid tut wenn sich jemensch proviziert fühlt und im selben Satz du dann nachschiebst: "aber mich würde interessieren wieviele der Personen die sich aufregen selber Lust auf so eine Ausbildung haben". Also der Text selbst steht am Blog der Basisgruppe Informatik. Ja das sind Leute die in genau dem Bereich tätig sind und die vermutlich sich genau diesen Zuständen ständig aussetzen müssen.

Wenn dus verstehen willst, dann lies doch mal n paar Texte dazu, sind ja auch genügend verlinkt. Und es gibt auch genug Leute, vor allem Frauen (aber sicher nicht nur), die mal mit der Informatik angefangen haben aber es eben genau aufgrund der bestehenden Situation gelassen haben (obs jetz is weil das Umfeld einfach scheisse is, oder weil sie eben nicht die tollen Jobs angeboten bekommen, oder weil halt doch immer nur ihre normierten Kollegen die Laufbahnstellen an der Uni bekommen, ...). Also ja, es geht ganz klar auch um die Situation in der Informatik. Ich mein, die verlinkten Artikel behandeln ja auch genau das.

Aber selbst allgemein, ja es ist ein Problem, es ist Sexismus auf gesellschaftlicher Ebene, wenn es gut bezahlte/bewertete Sektoren gibt in denen fast nur Männer* arbeiten und schlecht bezahlte/bewertete Sektoren, in denen fast nur Frauen* arbeiten. Klar soll jede Person individuell entscheiden was sie*er machen mag. Aber dass das Verhältnis das dann rauskommt kein Zufall ist, das ist ja wohl keine große Erkenntnis. Das hat ja ganz klar mit gesellschaftlichen Vorstellungen und Einstellungen zu tun, damit wie Menschen dann auch entsprechend sozialisiert werden. Und das kann ich ändern. Wenn ich das nicht tue, ist das (ein Mittragen von) Sexismus.

Es ist Tatsache, aber nicht Sexismus

Im Umkehrschluß ist es dann Sexismus gegenüber Männern wenn Lagerarbeiter schlecht bezahlt werden und dort hauptsächlich Männer arbeiten?

Kleines Zitat zum Thema: "Kleiner Input zu dieser Thematik Anlässlich des Girl’s Day interviewte ich einmal einen Berufsberater in Halle. Er war ein bisschen verzweifelt, weil es einen Mangel an BewerberInnen für Ausbildungsplätze in Handwerksberufen gab: Metallverarbeitende Berufe z.B. , da wurden gerade dringend Leute gesucht. Er meinte, in DDR-Zeiten war es überhaupt keine Frage, dass Schülerinnen sich für diese Berufe interessierten und solche Berufe auch ergriffen. Inzwischen ist es für die meisten Mädchen kaum vorstellbar, in typische Männerberufe zu gehen. Das habe sich nach der Wiedervereinigung in recht kurzer Zeit völlig umgedreht. Beim Workshop mit den Mädchen habe ich es selbst miterlebt: typischer Traumjob war z.B. Kosmetikerin od. Modedesignerin (das war noch vor GNTM) aber auch Pflegeberufe. Er vermutete, dass dies an dem jeweiligen Frauenbild der BRD und DDR lag. Während des Workshops lief auch ein Mann von der Lufthansa herum, der Flyer austeilte: PilotInnen wurden gesucht. Ausbildungsplatz mit Übernahmegarantie nach erfolgreichem Abschluss. Hat sich keines der Mädchen auch nur angesehen, wanderte in den Müll."

Dies hat mit Rollenvorbildern und der Gesellschaft zu tun, das stimmt. Aber es ist kein Sexismus, denn Frauen werden nicht diskrimiert im eigentlichen Sinn sondern entscheiden sich nunmal so. Das es einige wenige gibt die diese Dynamik hinterfragen und verstehen was los ist heißt nicht das diejenigen die sich nunmal für "klassische" Berufe entschieden haben diskriminiert wurden. (Ist zwar etwas platt ausgedrückt aber) Mitläufer "leiden" nicht darunter Mitläufer zu sein sondern sie entscheiden sich bewusst dazu irgendwo in ihrer Entwicklung.

Super, danke, toll...

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