"Ich will nicht betteln, aber dürfen muss ich!"
Mo, 5. Mai 08, 19.00 Uhr,
im KIV-Club,
Große Mohrengasse 44, 1020 Wien
(Ecke Odeongasse/ Gr. Mohrengasse, Nähe U1 Station Nestroyplatz).
VeranstalterInnen: socialATTAC Wien, Katholische Aktion, Augustin.
Rechtzeitig vor der EURO 2008 wurde im Wiener Landtag beschlossen, dass Betteln mit Kindern mit 700,- Euro oder mit einer Ersatzfreiheitsfreiheitsstrafe bestraft wird. Organisationen wie die Katholische Aktion, SOS-Mitmensch, die Katholische Sozialakademie und socialATTAC haben gegen diesen Beschluss protestiert. In dieser Veranstaltung wird über diese Initiative berichtet und über Hintergründe zum Betteln (mit oder ohne Kinder) diskutiert. Dabei werden Mythen, wie die angebliche mafiöse Organisation von BettlerInnen, aus unterschiedlichen Perspektiven hinterfragt.
ReferentInnen:
- Marion Thuswald, Bildungswissenschaftlerin, Diplomarbeit "Betteln als Beruf? Wissensaneignung und Kompetenzerwerb von Bettlerinnen in Wien"
- Marcel Kneuer, Katholische Aktion, Projektkoordinator
- Dieter Wabnig, betreut betroffene Frauen
- Angela Traußnig, Augustin
Ein paar Artikel zum Thema Betteln in Wien finden sich unter:
http://www.christopolis.net/?tag=betteln
Kommentare
Betteln verboten!?
Augustin - Schwerpunkt Bettelverbote
Nach der von Rot-blau-schwarz vereinbarten Novelle des Wiener Sicherheitsgesetzes, die Betteln mit Kindern zu einem bis zu 700 Euro teuren kriminellen Delikt erklärt, kann der thematische Schwerpunkt der im Augustin Nummer 225 nur das Betteln sein (Seiten 8 bis 10). Dabei fällt auf, dass unsere „Konkurrenzmedien“ durch die Bank nicht thematisieren, warum eine Angelegenheit der Armut vor allem unter dem Aspekt der „Sicherheit“ bzw. Unsicherheit abgehandelt wird.
Weiter lesen: http://www.augustin.or.at/index.php?art_id=1032
Betteln als Beruf? Frauen mit Überlebenskompetenz und "Habitus des selbstbewussten Leidens"
Ist Betteln Arbeit? Oder gar ein Beruf, der spezifisches Wissen und kontinuierliches Lernen erfordert? Marion Thuswald sprach mit Bettlerinnen auf Wiens Straßen und entwickelte eine neue und ungewöhnliche Forschungsperspektive auf das Thema, die die Frauen nicht nur als passive Opfer ihrer sozialen Schieflage wahrnimmt.
Interview lesen im Augustin Nummer 227: http://www.augustin.or.at/artikel.php?art_id=1036
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